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Unsere Leitlinien für Afrika

Arbeiter im Hafen von Beira/Mosambik.
Arbeiter im Hafen von Beira/Mosambik.© Thomas Trutschel/photothek.de

Ob Armutsbekämpfung, Menschenrechte, Klimawandel, Bildung oder Kultur: Die afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung definieren Maßnahmen und Ziele für alle wichtigen Handlungsfelder der deutschen Außenpolitik.

Wie im aktuellen Koalitionsvertrag vereinbart, werden die Afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung derzeit unter Federführung des Auswärtigen Amtes fortgeschrieben und weiterentwickelt. Sobald das Bundeskabinett die Fortschreibung verabschiedet hat, können Sie diese hier herunterladen. Bis dahin finden Sie hier die weiterhin gültigen afrikapolitischen Leitlinien aus 2014:

Afrikapolitische Leitlinien der Bundesregierung 2014

Mehr als eine Milliarde Menschen, 54 Staaten, 7 verschiedene Sprachfamilien, Muslime, Christen, Juden und unzählige Religionen: Auf dem afrikanischen Kontinent leben Gesellschaften mit ganz verschiedenen kulturellen und religiösen Identitäten und Traditionen. Wer den Ländern mit einer außenpolitischen Strategie gerecht werden will, muss darum zunächst den Blick von vereinfachenden Vorurteilen befreien, die oft noch immer das Bild von Afrika prägen.

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Diskutieren Sie mit!

Wenn Sie sich mit der Afrikapolitik der Bundesregierung aktiv auseinandersetzen möchten, werden Sie Teil unseres „AfrikaDialogs“!
Auch auf Twitter informiert Sie der Afrikabeauftragte des Auswärtigen Amtes, Botschafter Robert Dölger unter @GERonAfrica laufend über die deutsche Afrikapolitik.

Afrika zählt

Schülerinnen in Mosambik
Schülerinnen in Mosambik© photothek.net

Wir erleben täglich, dass sich die Entwicklungen auf dem afrikanischen Kontinent ganz unmittelbar auf Deutschland und Europa auswirken. Die aktuellen Flucht- und Migrationsbewegungen zeigen besonders deutlich, dass eine nachhaltige außenpolitische Strategie umfassend ansetzen muss und funktionierender internationaler Zusammenarbeit bedarf. Deutschland trägt nach Kräften dazu bei, Krisen zu verhindern, Ursachen für Flucht und Migration zu mindern und in Not geratenen Flüchtlingen und Migranten mit humanitärer Hilfe zur Seite zu stehen.

Die Herausforderungen durch Migration und Terrorismus sollten nicht vergessen lassen, dass Afrika auch ein Kontinent der Chancen ist: Der Ressourcenreichtum und ein wachsender Mittelstand können schon bald riesige Zukunftsmärkte hervorbringen. Ein Schwerpunkt des deutschen und europäischen Engagements in Afrika liegt auf der Förderung von nachhaltigen Wachstum und privatwirtschaftlichem Engagement in Afrika. Nur das kann langfristig Beschäftigung und Lebensperspektiven für die rasch wachsende junge Bevölkerung des Kontinents schaffen.

In vielen Staaten haben sich demokratische Institutionen gefestigt. Im Rahmen der Afrikanischen Union und anderer Regionalorganisationen übernehmen zahlreiche Länder zunehmend Verantwortung und setzen sich für friedliche Konfliktlösungen ein.

Gleichzeitig bestehen jedoch weiterhin große Herausforderungen und Risiken. Die rasante demographische Entwicklung absorbiert vielfach das wirtschaftliche Wachstum. Armut, oftmals systematische Menschenrechtsverletzungen, Gewalt, Umweltzerstörung und Korruption bedrohen die Entwicklung, Sicherheit und Stabilität ganzer Regionen.

Vernetzt Handeln

Stadtansicht von Nairobi, der Hauptstadt Kenias.
Stadtansicht von Nairobi, der Hauptstadt Kenias.© Ute Grabowsky/photothek.de

Um diesem rasanten Wandel mit seinen Risiken und Chancen zu begegnen, setzt die Bundesregierung in ihren afrikapolitischen Leitlinien auf einen umfassenden und vernetzten Ansatz. Die Instrumente der deutschen Afrikapolitik wie Diplomatie, Krisenprävention, Stabilisierung und Entwicklungszusammenarbeit werden entlang politischer Strategien eingesetzt und aufeinander abgestimmt. Die Bundesregierung handelt werte- und menschenrechtsbasiert, interessenorientiert, entschieden und substanziell. Deutschland arbeitet dabei nicht nur mit politischen Institutionen, sondern auch mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur eng zusammen. Die deutsche Außenpolitik fördert in besonderem Maße die Bedürfnisse junger Menschen und die Teilhabe von Frauen.

Wo immer möglich, engagiert sich Deutschland gemeinsam mit den europäischen und afrikanischen Partnern. Für einen vernetzten Ansatz muss sichergestellt werden, dass ihre Aktivitäten koordiniert und kohärent sind mit dem Handeln von regionalen Akteuren (wie z.B. der Afrikanischen Union) und internationalen Organisationen, insbesondere den Vereinten Nationen. Als nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen von 2019 bis 2020 übernimmt Deutschland zusätzliche Verantwortung für Frieden und Sicherheit in Afrika und der Welt und wird sich auch in dieser Rolle für eine noch engere Partnerschaft mit den afrikanischen Partnern und eine Stärkung der regelbasierten Zusammenarbeit einsetzen.

Instrumente nutzen, Konflikte verhindern

MONUSCO, friedenssichernder Einsatz der Vereinten Nationen in Kongo.
MONUSCO, friedenssichernder Einsatz der Vereinten Nationen in Kongo.© Thomas Imo/photothek.de

Die deutsche Afrikastrategie setzt auf die ganze Bandbreite des außenpolitischen Instrumentenkastens, um Krisen und Instabilität zu verhindern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Krisenfrüherkennung und präventivem Handeln: Von der Polizeiausbildung über die Demokratieförderung bis hin zur Mediation – stabile staatliche und gesellschaftliche Strukturen werden durch gezielte und sich ergänzende Maßnahmen gestärkt. Genauso wichtig ist es nach Beilegung eines Konflikts den Frieden zu stärken, zum Beispiel durch Versöhnungsarbeit, Stärkung der Justiz und Reformen im Sicherheitssektor. Dabei orientiert sich das deutsche Engagement an den Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ der Bundesregierung.

Bleiben Sie immer auf dem aktuellen Stand und folgen Sie unserem Twitterkanal @AA_stabilisiert.

Lesen Sie Debatten und Hintergründe zum Themenkomplex Frieden und Sicherheit unter peacelab.blog.

Afrikanische Eigenverantwortung stärken

Ein wichtiges Ziel des deutschen Engagements ist die Stärkung afrikanischer Eigenverantwortung. Nicht nur für eine nachhaltige Entwicklung, sondern auch für Stabilität und Sicherheit ist Hilfe zur Selbsthilfe  von zentraler Bedeutung. Um afrikanische Partner zur Krisenprävention und zum Konfliktmanagement zu ertüchtigen, leisten beispielsweise Ausbildungsprogramme der Bundespolizei und der Bundeswehr einen wertvollen Beitrag.

Weitere Informationen:

Deutschlands Engagement beim Polizeiaufbau in Mali (Facebook)

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